Zoomer Meets Boomer Folge #66 - Wie hat sich Arbeit verändert?

Shownotes

In Folge 66 nehmen wir einen Artikel der Harvard Business Review zum Ausgangspunkt. Kurz vor Weihnachten stellte die Autorin Stefanie Fernández der globalen HBR-Community eine einfache, aber weitreichende Frage:

How did your work change in 2025?

Michael hat den Artikel gelesen, die Antworten reflektiert und seine Gedanken dazu auf LinkedIn geteilt. Der Post hat eine ungewöhnlich große Resonanz ausgelöst. Für uns ein Zeichen, dass viele gerade an einem ähnlichen Punkt stehen.

Wir gehen fünf Beobachtungen durch, die sich aus dem Artikel und aus unserer eigenen Praxis verdichten.

Erstens: KI ist überall, aber Wirkung bleibt rar.
Michael beschreibt, dass KI vor allem auf vorhandene Qualität skaliert. Gute Strukturen werden besser, schlechte werden sichtbarer. Oskar ergänzt aus seiner Arbeit, dass viele Organisationen KI einsetzen, ohne Prozesse, Rollen oder Prioritäten zu klären. Es entsteht Aktivität, aber noch keine Wertschöpfung.

Zweitens: Arbeit ist lauter geworden, nicht klarer.
Mehr Kanäle, mehr Meetings, mehr Sichtbarkeit. Aber nicht automatisch bessere Zusammenarbeit. Oskar spricht über Fokus, bewusste Pausen und die Verantwortung jedes Einzelnen, Lautstärke zu reduzieren. Michael ergänzt, dass Transparenz ohne Orientierung schnell zur Überforderung wird.

Drittens: Führung wirkt, oder sie wirkt nicht. Der Stil ist zweitrangig.
Wirksame Führung zeigt sich im Alltag. Nicht im Leitbild. Oskar erzählt von klarer, ruhiger Führung, die ohne große Worte Sicherheit schafft. Michael ordnet ein, dass Führung jetzt umso mehr messbar wird an Energie, Entscheidungsqualität und Fokus im Team.

Viertens: Der Engpass ist der Mensch, nicht die Technologie.
Überforderung blockiert Leistung nachhaltiger als fehlende Tools. Psychologische Sicherheit ist heute einer der treibenden Produktivitätsfaktoren. Oskar beschreibt, warum der Versuch, den Menschen aus der Gleichung zu nehmen, kurzsichtig ist auch im Bezug auf den aktuellen Jobmarkt und den Umgang mit jungen Arbeitskräften. Michael betont, dass Investitionen in Klarheit, Beziehung und Training langfristig wirksamer sind als der nächste Tool-Rollout.

Fünftens: Sicherheit und Planbarkeit sind keine Konstanten mehr.
Karrieren werden brüchiger, Loyalitäten verschieben sich. Weg von Organisationen, hin zu Sinn, Lernen und innerer Stabilität. Oskar beschreibt Sicherheit als Unabhängigkeit und Wertbindung. Michael ergänzt, dass Führung heute Halt geben muss, ohne falsche Sicherheit zu versprechen.

Am Ende stellen wir eine gemeinsame Frage:
Wenn Fokus, Klarheit und Wirksamkeit die neuen Wettbewerbsvorteile sind, was lassen wir 2026 bewusst weg?

Und wir möchten von euch hören:
Wo erlebt ihr gerade mehr Aktivität als Wirkung?
Und was hat eure Arbeit in den letzten Monaten wirklich verändert?

Schreibt uns, kommentiert, teilt die Folge mit Menschen aus unterschiedlichen Generationen.

Wenn ihr mögt, gebt uns fünf Sterne und helft mit, dass unser Podcast gehört wird.
Bis zur nächsten Folge.
Oskar & Michael

#Leadership
#GenZ
#Führung
#Stärkenorientierung
#Feedbackkultur
#ReverseMentoring
#NewWork
#KI
#ZoomerMeetsBoomer

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.