Zoomer Meets Boomer Folge #76 - Führen auf Distanz mit Torben Naumann
Shownotes
Manche Menschen suchen nach dem größten Markt, andere suchen nach Lösungen für echte Probleme. Torben Naumann gehört für uns zur zweiten Kategorie. Mit seinem Hintergrund, seiner Ausbildung und seinen Fähigkeiten hätte er vermutlich viele Wege einschlagen können. Beratung. Technologie. Start-ups. Konzern Karriere. Stattdessen hat er sich für ein Thema entschieden, das zunächst kaum nach Wachstumsmarkt, Status oder Aufmerksamkeit klingt.
Lipödem und Lymphödem, das sind Krankheitsbilder, von denen Millionen Menschen betroffen sind. Vor allem Frauen. Erkrankungen, die oft mit Scham, Unsicherheit und dem Gefühl verbunden sind, nicht wirklich gesehen zu werden.
Genau dort setzt Mocca Health an. Die Idee dahinter ist ebenso einfach wie innovativ. Wenn der Weg zur Versorgung für viele Betroffene eine zusätzliche Belastung darstellt, dann muss die Versorgung zu den Menschen kommen, auf eine persönliche, empathische und individuelle Art.
In unserem Gespräch wird schnell deutlich, dass hinter Mocca Health weit mehr steckt als ein Geschäftsmodell. Es geht um Würde, um Vertrauen und um echte Nähe zu Menschen. Und um die Frage, wie man ein Unternehmen aufbauen kann, ohne den Menschen hinter den Prozessen aus dem Blick zu verlieren.
Wir sprechen mit Torben darüber,
/ warum er trotz attraktiver Karriereoptionen den Weg ins Unternehmertum gewählt hat
/ wie aus einer Familie Idee ein schnell wachsendes Unternehmen wurde
/ weshalb Vertrauen wichtiger sein kann als Kontrolle
/ wie man ein Team über ganz Deutschland verteilt führt
/ warum eine starke Unternehmenskultur auch ohne tägliche Präsenz entstehen kann
/ welche Rolle Stärkenorientierung und Eigenverantwortung spielen
/ wie Digitalisierung und KI sinnvoll eingesetzt werden können und
/ weshalb erfolgreiche Führung immer beim Menschen beginnt
Besonders beeindruckt uns, wie konsequent Torben sein Unternehmen an den Bedürfnissen von Kundinnen und Mitarbeitenden ausrichtet. Während viele über New Work sprechen, arbeitet er gemeinsam mit seinem Team jeden Tag daran.
Unsere 5 Learnings aus dem Gespräch
Vertrauen entsteht, wenn Menschen Verantwortung übernehmen dürfen.
Gute Führung schafft Orientierung, statt Abhängigkeit.
Die besten Unternehmen starten oft mit echtem Verständnis für ein Problem.
Technologie sollte Menschen unterstützen und kein Selbstzweck sein.
Kultur entsteht durch Verhalten. Folien oder Leitbilder können das nicht ersetzen.
Wie immer freuen wir uns auf eure Gedanken:
Wo erlebt ihr Führung, die auf Vertrauen basiert? Welche Erfahrungen habt ihr mit Remote Leadership gemacht? Und wen sollten wir unbedingt einmal zu Zoomer meets Boomer einladen?
Wenn euch die Folge gefällt, freuen wir uns über fünf Sterne, Kommentare und Weiterempfehlungen.
Viel Spaß mit Folge 76 von Zoomer meets Boomer. 🚀
#Leadership
#GenZ
#Führung
#Stärkenorientierung
#ReverseMentoring
#NewWork
#KI
#ZoomerMeetsBoomer
Transkript anzeigen
00:00:03: Willkommen zu Zoomer meets Boomer, dem Podcast der zeigt das uns mehr verbindet als uns trennt.
00:00:12: Mir gegenüber sitzt Michael Trautmann fast sechzig Jahre alt Unternehmer und New Work Experte mit der zehnte langen Management Erfahrung mein Vater und ein echter Boomer.
00:00:21: Und mir gegenüber sitzt Oskar Trautman Mein Sohn und ein Echter Zuma!
00:00:25: Achtundzwanzig Jahre alt Digitalstrategie und Dozent.
00:00:28: Zusammen tauchen wir in die neue Arbeitsfeld und die unterschiedlichen Perspektiven aller Generationen ein.
00:00:34: In unseren wöchentlichen Gesprächen suchen wir nach Wegen, wie wir unsere Generation näher zusammenbringen können.
00:00:38: Trotz unserer Unterschiede finden wir oft überraschen viel gemeinsames und wenn wir mal nicht weiter wissen dann holen uns einfach Gäste dazu.
00:00:45: Genau Oscar!
00:00:46: Wir wollen mit Vorurteilen aufräumen und beweisen das lebenslanges Lernen und gegenseitiges Mentoring uns alle stärker macht
00:00:52: und
00:00:52: prügend geschafft.
00:00:53: Lasst uns zusammen lernen, wachsen und Vorurteil in dieser wilden Arbeitswelt bewinden.
00:01:00: So Servus Pabs Wir sehen uns wieder im digitalen Kontext, schön dich zu sehen.
00:01:06: Schön dich zu sehn lieber Oskar!
00:01:08: Ich könnte nicht glücklicher sein.
00:01:09: wir haben ein Gast an dem wir lange gearbeitet haben und heute top bester Mann wirklich von den wir schon sehr oft berichtet haben in diesem schönen Podcast auch bei On the Way to New Work denn diese Folge wird zu neunneinzig, neun Prozent in beiden Varianten ausgespieltes.
00:01:26: Eigentorben werden sich am Ende dagegen aber wir gehen mal davon auf dass es hier sowohl eine Summe wie Spuma als auch eine on the way to a new workflow wird.
00:01:34: Und ja, wir haben die Ehre Torben Normans zu Gast zu haben und wir haben Torben wie gesagt schon oft als Best Case-Szenario für viele Themen von Wie baut mein Unternehmen?
00:01:45: Wie führt man auf Distanz?
00:01:46: Wie baubt man als junger Mensch innovative Geschäftsideen?
00:01:50: Wo fangen wir an, wo hören wir auf?
00:01:51: Viele Dinge über die wir heute sprechen wollen.
00:01:53: Torben hat das mobile Sanitätshaus Mokka Helf gegründet.
00:01:56: Ja er hat mit mir zusammen am Boden sich studiert.
00:01:59: Wir sagen eigentlich bei Summa wie zumal immer Lieber sollen sich die Leute selber vorstellen.
00:02:03: Ich könnte jetzt hier fünf bis zehn Minuten Lobhude-Lei sagen, aber ja schön dass du da bist Torben wenn du magst stelle dich gerne selber vor und freu ich mich riesig auf diesen Pasta
00:02:12: aus.
00:02:13: oder wie wir bei On the Way to New Worker sagen Torben!
00:02:16: Wie bist Du der Mensch geworden der du heute bist?
00:02:21: Was für ein Intro Herr.
00:02:23: vielen Dank erstmal für die Einladung.
00:02:24: Ich freue mich natürlich sehr.
00:02:27: Ja, super schön.
00:02:30: Super schön, dass wir jetzt hier zusammensitzen.
00:02:32: Ich weiß gar nicht mehr, was ich sagen soll nach dem tollen Entraus, das ist total lieb.
00:02:36: Vielleicht kurz zu mir einfach nochmal... Ich bin Torben und wir kennen uns aus dem Studium schon einige Jahre.
00:02:45: Das sind unsere zehnjähriges gefeiert quasi.
00:02:49: Wie du gesagt hast, mobile Sanitätshaus gegründet Mocha Health.
00:02:54: Wir sind mobiler Leistungsabbringer.
00:02:57: Versorgen unsere Kunden mobil bei sich, bei ihnen zu Hause.
00:03:02: Das klassische Science House kennt man vielleicht oder von einem Rezept hin und holt dort eben seine Hilfsmittel ab also Bandagen, Krücken, Rollstühle, Rollatoren, Kompassionsstrümpfe.
00:03:12: wir machen nur Kompressionsströmpfe Und haben uns darauf gossiert und sind in den letzten Jahren ganz toll gewachsen, sind zwischen echt einigen Regionen und Deutschland schon unterwegs und das macht unheimlich viel Spaß.
00:03:25: Es ist viele Herausforderungen Aber wir haben ein ganz tolles Team aufgebaut in den letzten Jahren.
00:03:31: Das macht wirklich ganz viel Freude, gemeinsam irgendwie gesundheitswesen neu zu denken und mir freuen mich jetzt heute hier mit euch zu sitzen um das bisschen tiefer reinzugehen.
00:03:43: Ja schön!
00:03:44: Also ich habe das ja auch sehr begeistert begleitet.
00:03:48: du warst immer ein Vorbild für mich bei uns im Freundeskreis dass du einfach gemacht hast, ne?
00:03:53: Und vielleicht das als kleines weiteres Intro noch.
00:03:58: Du hast ja dann nachdem wir zusammen am Boden sich studiert haben in Paris studiert und dann hattest du auch... Obwohl es ein ziemlich schwieriger wirtschaftliche Lage war, super Angebote, super Jobs, fast vorher in der Beratung und überall tätig wo man so denken, wo man tätig sein muss wenn man so wie wir studiert hat und hast aber ziemlich schnell gemerkt, dass du nicht wirklich dafür gemacht bist ... nur auszuführen, sondern dass du irgendwie machen musst.
00:04:22: Ähm... Und das fand ich irgendwie beeindruckend, dass du es dann auch einfach gemacht hast ne?
00:04:26: Also für dich war Gründen ja nicht nur eine Option, sondern ich glaube du hast ziemlich schnell gemerkt, dass das so der Weg ist wie du am besten funktionierst.
00:04:34: Äh... Wie... Was war also für dich da die härteste frühe Lektion in dem Kontext wo du gesagt hast okay, das hat mich besser gemacht.
00:04:43: Deshalb musste ich die Entscheidung treffen sowas tolles wie Mokka zu gründen!
00:04:49: Ja... Das kann ja eigentlich mit der Eingangsfrage von Michael ganz gut beantworten.
00:04:53: Wie bin ich der Mensch geworden, der ich heute bin?
00:04:55: Endlich!
00:04:58: Ich hab in den letzten Jahren einen Spruch, der hat wirklich sehr viel Anklang bei mir gefunden und zwar so ein bisschen das im Wandel sein.
00:05:07: Also ich muss mich verändern um dergleiche zu bleiben und wenn ich zurück gucke auf die letzten Jahre, sei es Studium... die Zeit davor, ich von der Schulzeit an bis heute.
00:05:20: Weil man sehr viel wandelt.
00:05:24: Wenn ich so auf meine Vieter zurückgucke, viele Stationen, das ist gerade schon gesagt, auch professionell.
00:05:29: Und ich glaube, dass es ein ganz wichtiger Punkt gewesen war, der im Kern dazu geführt hat oder mir geholfen hat eigentlich Ich zu bleiben und was ich heute bin und das Unternehmertum steckt in mir.
00:05:44: Das habe ich von meinen Eltern in die Wiege gelegt bekommen und irgendwie die ganze Zeit mitgezogen, aber wusste es nicht so richtig.
00:05:51: Und dafür musste ich mich verändern um wirklich zu mir zu finden und deswegen viel ausprobieren also aus dem Studium heraus alle möglichen Stationen durchlaufen.
00:06:03: Ich war erst in der Wirtschaftsprüfung als Praktikant dann als Werkstudent bei uns in Jahren in München und dann habe ich verschiedene Sachen einfach ausprobiert weil mehr Alles immer sehr viel Spaß gemacht hat auch geblicken, dass ich wirklich auch viele Dinge mitgenommen die heute total viel Sinn ergeben.
00:06:21: Aber in dem Moment dann irgendwann gemerkt habe ich hier komme jetzt nicht mehr weiter.
00:06:24: also akademischer Arbeit und Forschung am Lehrstuhl bis hin zu Beratungstätigkeiten, Agenturarbeit im Ausland kleine Start-up in Frankreich größeres Scale up aus Madrid Industriekonzernen aus Deutschland, also wirklich viele ganz verschiedene Sachen.
00:06:47: Ganz bunter Blumenschraus der mir auch viel gebracht hat oder so wo ich viel gelernt habe aber immer jede Station dazu geführt hat zu merken mehr hier fehlt mir irgendwas und irgendetwas hier passt mir nicht nicht so gut kann ich hier kein guter Arbeitnehmer sein sondern ich hab einfach einen großen inneren Antrieb was aufzubauen.
00:07:08: was mein Denken entspricht kommt mit Sicherheit dadurch, dass ich das einfach so mitbekommen hab von meinen Eltern.
00:07:14: Also ich glaube es ruht schon in einem irgendwie so ein Unternehmer gehen.
00:07:18: Das kann man sich sicherlich auch antrainieren klar.
00:07:20: Ich glaub jeder hat das Zeug Unternehmer zu sein.
00:07:22: aber das war für mich wenn ich zurückschau auf jeden Fall einen ganz großer Antrieb zu sagen ja muss jetzt irgendwie ein eigenes Projekt starten und ich möchte was eigens auf die Beine stellen.
00:07:33: Vielleicht kannst du uns noch einmal da diese Verbindung auch eltern und dem, was du heute machst nochmal erzählen.
00:07:39: Denn das war ja nicht dein Plan in dieses Feld zu gründen oder es gab ganz andere Ideen.
00:07:45: Man ist bei dir so der Moment... ...gereift, dass du dich dort selbstständig machen möchtest in dem Bereich mobiles
00:07:54: Sanitätshaus.
00:07:54: Als Familienunternehmen macht dann auch noch was ja auch eher konsultiv ist!
00:07:58: Ja setz dir mich wahrscheinlich vor... ...fünf zu neunzehntzig Jahren gefragt hätte ich geworden das ich auf jeden Fall nicht ins Gesundheitswesen möchte und erst recht nicht ins Sanitäthaus aufmachen möchte.
00:08:07: So wie
00:08:07: Oscar geschworen hat er nicht in die Werbung zu gehen?
00:08:12: Ja, wie das dann oft so ist.
00:08:15: Ich sag immer ich bin ein Branchen fremd.
00:08:17: aber ich bin der Branche eigentlich nicht ganz fremdd weil meine Eltern oder unsere Eltern muss ich eigentlich korrekt sagen von meinem Restaurant.
00:08:23: mir habe einen Sanitätshaus in dem ich mit groß geworden bin also ich hab da als Jugendlicher schon ausgeholfen damals noch Umlage gemacht reifengewechselt auf den Autos im Vorpark Autos geputzt, sondern als ich ein bisschen älter war und Führerschein hatte auch mal Sachen ausgeliefert.
00:08:39: Und bei Kundenaufwand abgebaut.
00:08:41: Deswegen ist... Alle neu gestrichen?
00:08:43: Ja, solche Sachen genau!
00:08:45: Deswegen, da gab es schon einige Berührungspunkte aber wie ich dann eben erzählt habe hat mich dann erst einmal eine ganz andere Richtung gerissen.
00:08:54: Als ich dann aber an dem Punkt war bei meiner letzten professionellen Station und ich gemerkt hatte jetzt musst du irgendwie was Eigenes kommen gab es dieses Projekt im Kern schon, also diese mobile Kompressionsversorgung.
00:09:07: Die Idee kommt von unserer Mutter, die hat das vor ja gut zwölf Jahren schon mal.
00:09:12: knapp dreizehn Jahre sind jetzt schon einmal ins Leben gerufen in einem ganz kleinen Format und dann aber wieder verworfen.
00:09:18: Und zu dem Zeitpunkt vor vier Jahren als ich an dieser Stelle war zu sagen, jetzt möchte ich gerne was Eigenes aufbauen waren eben schon meine Mutter und meine Schwester zusammen mit diesem Kontext unterwegs und haben quasi die Vorform von dem, was heute Mokka ist zusammen ins Leben gerufen.
00:09:39: Und ich bin da dazu gestoßen mit meinem bunten Blumstrauß an Fähigkeiten und Erfahrungen aus dem Innen- und Ausland und hatte eben dann relativ schnell eine klare Vision wo das hingehen kann.
00:09:50: und so ist dann Mokker entstanden.
00:09:57: Ja, das war in der Tat relativ... Es waren lustige Herausforderungen.
00:10:02: Ihr kennt es ja auch Vater und Sohn.
00:10:04: Jetzt sind wir noch fast die ähnlichen Generationen.
00:10:07: Das Bindeglied zwischen euch beiden als Generation Y
00:10:10: aber
00:10:12: mit meiner Mutter war's ähnlich da wars dann Generation Y und Boomer.
00:10:18: Ja, das ist natürlich auch ein Generationsthema.
00:10:21: Das kennt ihr nur zu gut, wenn man da aufeinander trifft und dann zusätzlich noch mit der großen Schwester.
00:10:26: Das ist natürlich eine krasse Herausforderung.
00:10:27: also wie trennt man dann auch Arbeit und das Privatleben?
00:10:32: Wir haben dann auch irgendwie unsere Partner und die wollen nicht permanent nur von Arbeit hören, also auch wenn man dann privat zusammenkommt.
00:10:39: Da haben wir relativ schnell klare Regeln aufgestellt um Bei der Arbeit war Mama da nicht mehr Mama, sondern Dörte.
00:10:47: Das war dann halt eine ganz einfache, im Prinzip ganz simple Regelung, die herberholfen haben da einen guten Weg zu finden.
00:10:55: Also bevor wir gleich mal auch in die Besonderheit aus Ansatz ist also ihr seid ne Remote First Company aber vielleicht einmal nochmal ganz kurz weil es hört sich so ja Bandagen Unsere Hörer und Hörern, glaube ich beide Podcasts wissen nicht alle genau was das ist.
00:11:13: Da steht ein ziemlich großes Thema dahinter, was sehr viele Menschen zum Großteil Frauen belastet.
00:11:24: Vielleicht erzählst du mal ganz kurz, was so der Hintergrund eures Produktes ist?
00:11:30: Ja, total gerne!
00:11:33: Ich habe eben schon kurz gesagt wir sind mobile Sanitätshaus.
00:11:36: Das klassische Sanitätshaus ist ein Lagengeschäft, wo man reinläuft.
00:11:39: Bei uns ist es eben umgedreht.
00:11:40: also wir haben kein Lagengeschäft sondern kommt zu unserer Kunden nach Hause und wir machen eben nicht Rollstühler-Rollertoren, Bandageneinlagen
00:11:47: etc.,
00:11:48: sondern nur Kompressionen.
00:11:50: Und bei Kompressionsstrümpfen gibt's ein paar Unterschiede.
00:11:54: Also wir machen nicht die Kompassionstrümpfe, die man sich anzieht zum Beispiel zum Fliegen oder zum Sportmachen.
00:11:59: Die gibt´s natürlich auch.
00:12:01: Wir haben uns wirklich fokussiert auf Flachgestrickte Kompassonstrümpfe, also Flachstrecke sind in dem Sinne einfach nur wirklich die Strickart.
00:12:09: Die werden flacher in der Maschine gestrickt und dann zusammengenäht.
00:12:13: Und sie werden eingesetzt für zwei Bekrankheitsbilder im Grunde zur lymphatischen Versorgung.
00:12:19: Das heißt wir haben zum einen das Lymphödem was damit behandelt wird und das Illypödem.
00:12:24: Das Lymphoem kennen die meisten zumindest alle die schon mal in irgendeiner Form appariert wurden.
00:12:30: Das unterschreibt man in der Regel im Krankenhaus, dass das eines der Risiken ist.
00:12:32: Wenn eine Lymphgefäße oder die Lymphbahn verletzt wird, ist irreversibel.
00:12:37: D.h.,
00:12:38: man ist dann auf Kompressionsstumfe angewiesen.
00:12:41: Das betrifft in Deutschland ungefähr, daß sie Studienlage nicht ganz ein deutscher so drei bis vier Millionen Menschen, die das tragen müssen und eben von einem Lymphödem leiden.
00:12:51: Beim Lipidem ist es ähnlich tatsächlich.
00:12:55: die wissenschaftliche, der wissenschaftlichen Stand leider nicht so weit wie er sein sollte.
00:13:02: Wie muss man leider sagen oft bei Frauenkrankheiten ist?
00:13:06: Es ist nämlich so das Dippe dem fast ausschließlich Frauenbetrieb.
00:13:12: man sagt aktuell neun und neunzig Prozent.
00:13:14: es gibt ein paar Fälle wo auch Männer betroffen sind.
00:13:16: Wie gesagt die Studienlage ist noch nicht ausreichend um das genau zu differenzieren.
00:13:20: aber Der Tonus ist eigentlich, man sagt es betrifft nur Frauen und von den Frauen jede zehnte Frau.
00:13:27: Das heißt in Deutschland sind vier Millionen Frauen betroffen von einem Lipidem.
00:13:31: Und gut die Hälfte davon weiß nicht dass sie betroffen sind.
00:13:34: Ebenfalls chronische Krankheit kann man... Die beste Chance auf Heilung quasi von der Komposition loszukommen ist seine Operation, die sogenannte Liposuction, in der das krankhafte Fett abgesaugt wurde.
00:13:50: von einer Fettwerteilungsstörung im Prinzip.
00:13:52: Das ist krankhaftes Fett, was der Körper nicht abbauen kann und sich immer vermehrt.
00:13:57: Und eben dazu führt das man einen Alltag sehr stark eingeschränktes, starke Schmerzen hat.
00:14:03: Es fühlt sich ein bisschen so an, ihr könnt euch das vorstellen wenn ihr Gewicht in den Armen haltet und die Arme ausstreckt.
00:14:08: irgendwann tun die armen Wehenfang ran zu zittern.
00:14:11: So ist es ungefähr in den Extremitäten bei dem Betroffenen.
00:14:17: Das heißt also eine ganz schön große Zahl von Menschen sind betroffen.
00:14:23: Zweite Krankheitsbild, wie du gesagt hast, ist neun- und neunzehntfrohen.
00:14:26: Wird nicht so richtig drüber gesprochen?
00:14:28: Ist auch glaube ich ein Thema wo Scham eine Rolle spielt usw.
00:14:33: Und ihr habt eben mit Mokkaherb eine frische junge tolle Marke gegründet, wo fast ausschließlich Frauen dann die Besuche vor Ort machen.
00:14:46: Das ist ja so ein bisschen eure Idee.
00:14:48: und jetzt kommen wir mal auf den Kontext, wie ihr arbeitet?
00:14:52: Ihr habt das im Prinzip Remote First aufgebaut weil auch die Leistungserbringung Remote auf der Fläche passiert und nicht irgendwo in einem Standort.
00:15:03: Erzähl mal ein bisschen was das mit sich bringt wie ihr auf dieses Modell gekommen seid.
00:15:07: Auch vielleicht deine private Rolle denn du hast dich quasi ja auch ein bisschen deiner Frau angepasst was dir Wohnort angeht.
00:15:13: Du arbeitest in Deutschland, liebst aber in ... Ups!
00:15:14: Darf ich das sagen?
00:15:15: Paris.
00:15:16: Auf so ein sehr moderner Ansatz und wir sind sehr gespannt, das mal von dir zu hören.
00:15:23: Absolut richtig ist, weil man sagt remote first.
00:15:27: im Prinzip sind wir unter Prozent remote.
00:15:30: Ich sage dabei immer, wir sind eigentlich hybrid Weil am Ende ist das was wir machen an einem Handwerk.
00:15:35: Deswegen haben wir eine physische und menschliche Komponente dazu gehört.
00:15:38: Da fahre ich noch mal einen Schritt zurück Privat getrieben, weil ich meine Frau quasi angeschlossen sozusagen der Leben in Frankreich und Paris.
00:15:50: Und ich melde halt immer zwischen Deutschland und Frankreich.
00:15:53: Das heißt, ich bin regelmäßig hier.
00:15:55: Ich verbringe so ungefähr die Hälfte meiner Zeit eigentlich in Deutschland, weil dann Teamtreffen anstehen.
00:16:03: Also einem am Quartal aber eben die Zeit auch gerne nutze mit meiner Schwester gemeinsam hier zu arbeiten Ganz abgesehen auch einfach privat.
00:16:11: ganz schön, weil ich habe hier meine Wurzeln in Deutschland.
00:16:14: In unserem Heimatort sitzt unsere Firma und das heißt ich bin einfach ganz gerne hier und genießt Natur und sehe gerne meinen Umfeld wieder.
00:16:25: Und genau das hat aber viele Vorteile, viele Herausforderungen.
00:16:29: dieses Setup jetzt mal ganz auf die Arbeit fokussiert.
00:16:32: also ein großer Vorteil von dem mobilen Ansatz ist eben dass wir Wer ist einfach konvinient?
00:16:38: Also für unsere Kundinnen ist das natürlich ein enormer Komfort, dass sie nicht auf die Suche gehen müssen nach einem Sanitätshaus.
00:16:45: Dann gibt es vielleicht in ländlichen Regionen keine, zumindest eine halbe, drei Viertelstunde ins Auto setzen.
00:16:51: Das ist erstmal sehr stressig mal abgesehen davon, dass für die Arbeit, die wir machen, das von Nachteil ist im Grunde.
00:17:00: Weil ich habe eben gesagt Wir machen Kompressionstrümpfe richtigerweise machen wir keine, sondern wir vermessen Kompassionsstrümpfe.
00:17:08: Die Kompressionsströmpfe selber werden hergestellt von großen produzierenden Unternehmen in Deutschland.
00:17:15: So eine Handvoll die das machen ist eben Medizinprodukte.
00:17:18: Das heißt sie sind stark reglementiert und starke Auflagen.
00:17:21: Das kann man jetzt nicht einfach so produzieren aber die müssen individuell angefertigt werden und dafür braucht es uns.
00:17:26: Das heisst wir fahren zu den Kunden nach Hause und vermessen vor Ort.
00:17:31: Du hast ein paar Punkte angesprochen, gerade Michael Scharnes hat ein großes Thema.
00:17:35: Natürlich wenn man bei sich zu Hause ist in seinem gewohnten Umfeld es ist deutlich angenehmer sich auszuziehen und vermessen zu lassen von einer fremden Person als wenn du in einem Sanitätshaus in einem Ladengeschäft stehst und dich in der Kabine ausziehen musst.
00:17:52: Ja, vielleicht kühl, steril.
00:17:54: Dann geht vielleicht mal die Tür auf weil sich jemand geirrt hat in der Kabine... Also das ist schon ein großer Stressfaktor den wir einfach nehmen, weil man im häustlichen Umfeld sieht und dann hat es aber auch Vorteile für unsere Arbeit, wenn wir bei den Kunden zu Hause sind sehen wir einmal den Lebenskontext.
00:18:10: Wir sehen, ob da Katzen rumlaufen oder ob die vielleicht Kinder haben wie sie sich irgendwie ihr Alltag gestalten weil das hat alles Auswirkungen darauf wie wir Kompressionen beraten und wie wir sagen.
00:18:21: dass es vielleicht am besten zu den Bedürfnissen passt ist einfach Kontext der Überversorgung entscheidet.
00:18:26: Und dann gibt's noch aus medizinischer Sicht ein Punkt der auch nicht ganz herüberwandelt ist und zwar wenn du in einem gewohnten Umfeld bist bis zu weniger gestressten Normalfall dann zumindest weniger gestresst als in einem Ladengeschäft vielleicht.
00:18:41: Und das führt dazu, dass dein Körper aus biologischer Sicht auch entspannter ist.
00:18:45: Das heißt, der Cortisol-Level piekt vielleicht nicht so krass, wenn du in so einer Ladensituation bist und das Cortisol Level hat einen Einfluss auf deine Gewebefestigkeit.
00:18:56: Das heisst, wenn man entspannt hat bis dann hast Du vielleicht auch ein natürlicheres Messergebnis einfach vor Ort.
00:19:04: abgesehen davon, dass es konvinient ist.
00:19:05: Das ist auch aus unserer Sicht für die Versorgungsqualität ein großer Vorteil und für uns aus unserer sich das einfach was jetzt gerade notwendig ist eben Versorgung dahin zu bringen wo sie gebraucht wird weil wir auch in allen anderen Branchen oder vielen Branchen gerade in den handwerklichen Branchen ist bei uns auch Fachkräftemangel ein großes Thema.
00:19:29: Das heißt, die Spezialisierung zu den Leuten zu bringen ist aus unserer Sicht der richtige Weg weil die Leute zu den Spezialisten zu holen ist wahrscheinlich deutlich aufwendiger und mit den Entwicklungen die wir gerade aus so sehen deutlich schwieriger an Zukunft.
00:19:43: Ja also du hast ja im Prinzip in den letzten Jahren mit deiner Schwester zusammen aus einem zwei Frau Ansatz, Mutter-Tochter ein richtiges Unternehmen gebaut und richtige Marke gebaut.
00:19:56: also die Industrie nimmt euch ernst ihr kriegt sehr gutes Feedback von euren Kundinnen.
00:20:02: Und ja du hast ja auch ne ich durfte ja eins mal bei bei Workshops bräuchte dabei sein ein ganz tolles Team dir aufgebaut.
00:20:10: ihr habt euch ein tolles team aufgebaut.
00:20:14: nutzt all das, was du deinem Studium gelernt hast bis super neugierig auf neue Ansätze arbeitestärken orientiert.
00:20:21: Hast es wirklich geschafft eine Kultur zu bauen?
00:20:25: Obwohl euer Team sich ja eben nur viermal im Jahr quasi zusammen sieht.
00:20:30: erzählen wir so ein bisschen aus dem Ja Führungsalltag eines Unternehmens.
00:20:37: Ja, wie viele Leute seid ihr jetzt?
00:20:38: Fast zwanzig glaube ich oder?
00:20:39: Wir
00:20:39: sind jetzt achtzehn und passen noch in der Pipe an den Akteum beim Buddyfolge ausstrahlen.
00:20:49: Ja also aus Führungssicherheit, aus kultureller Sicht bin da selber mal wieder total.
00:20:55: ja manchmal Schritt zurück machen und einfach nochmal gucken auf das was wir geschafft haben weil Ja, das war eine große Herausforderung.
00:21:05: Also natürlich haben wir das Hybrid oder Remote First aufgebaut aber von Anfang an ist es natürlich immer ein Thema gewesen wie finden wir Leute die zu uns passen um überhaupt erst mal ne Kultur aufzubauen?
00:21:19: weil wenn man ehrlich ist hat man Zutritt als Familie noch nicht unbedingt nur Kultur aufgebaut sondern vielleicht nur Prinzipien wie man arbeiten möchte.
00:21:29: und das war glaube ich ein ganz wichtiger stark Punkt.
00:21:31: dieses Nicht nur was wir machen ist wichtig, sondern auch wie wir das machen.
00:21:34: Ist wichtig und es ist mir auch einfach wichtig weil ich ja auch in meinen Stationen viele Erfahrungen gemacht habe die mir wie gesagt auch nicht so gut gefallen haben die ich besser machen wollte oder anders machen wollte.
00:21:46: Mit der Einstellung sind wir reingegangen und haben im Grunde so die ersten Mitarbeiter die wir gefunden haben waren tatsächlich schon Kunden zu dem Zeitpunkt und das heißt sie hatten schon sehr sehr großen Eine große Motivation, eine Leidenschaft für das Thema und ein Berührungspunkt.
00:22:03: Das war ein sehr guter Startschuss, weil wir dann den ersten Schwung, den wir eingestellt haben, es waren drei Außendienstler, wo eigentlich nur einer aus dem Fach war und die anderen Quereinsteiger.
00:22:16: Aber Quereinstegger mit der Passion und der Leidenschaft für dieses Thema.
00:22:19: Und das war ein super Startpunkt um anzufangen... ein bisschen in die Breite zu gehen und Team aufzubauen, Prozesse zu lernen.
00:22:28: Erfahrung zusammen, okay worauf müssen wir achten?
00:22:31: Das heißt bei den letzten vier Jahren schon viel dazu gelernt an ganz vielen Stellen also von Bewerbungsprozess.
00:22:37: welche Fragen müssen wir stellen wie bauen wir im Prozess auf?
00:22:41: wann hören wir auf unsere Gefühle und warum muss man sich vielleicht auch nochmal irgendwie selber einschränken?
00:22:47: das ist ganz spannend.
00:22:48: gerade so dieser oder Schwesterkonstellation finde ich da sind wir Haben wir schon ein sehr starkes Radar für ein Bullshit-Radar.
00:22:57: Ein sehr gutes Gespür dafür, wer zu uns passt.
00:23:00: am Ende und da haben wir eigentlich eine ganz klare, die letzten Fähren für uns ganz klar rausgearbeitet.
00:23:06: Entweder es ist so ein klares Jahr an Hell Yes oder eben nein!
00:23:11: Also das ist einfach die Distanz, die wir haben in unserem Setup.
00:23:15: Schon eben ein großer Risikofaktor wo man vielleicht im normalen Imfeld sein kann.
00:23:19: okay ich kann das jetzt Ich sag mal im Rahmen einer Probezeit, die tag beobachten wie immer der ist.
00:23:24: Wie er sich geht das haben wir ja nicht.
00:23:25: Das fehlt uns noch ein bisschen.
00:23:26: deswegen haben wir da härtere Kriterien einfach für uns in der Rauswahl.
00:23:31: und dann muss ich sagen es ist fast natürlich gewachsen über diesen Ansatz dass wir größer geworden sind von fünf nach acht und zehn und sind wir langsam wirklich eine Unternehmensstruktur gewachsen.
00:23:48: Und dann kam zum ersten Mal wirklich so Wachstumsschmerz.
00:23:51: Jetzt sind wir stark gewachsen und unsere Arbeit gibt uns, oder der Erfolg von unserer Arbeit gibt es uns recht für das wir irgendwie auf dem richtigen Weg sind einen richtigen Ansatz haben.
00:24:01: Wir ziehen auch mit unser Art die richtigen Leute an... ...und dann kam eben dieser wachstumschmerze zu sagen okay jetzt hat man eine kritische Größe, das muss man jetzt umorganisieren weil wenn man zu dritt ist oder zu fünf geht ganz... viel auf dem direkten Weg, da brauchen wir nicht wirklich großartige Meetings.
00:24:19: Da kann man schnell mal im Telefonieren oder eine Nachricht schreiben Problem Solved das geht halt mit zwölf fünf zu neun Leuten auf einmal nicht mehr.
00:24:27: Das heißt haben wir dann angefangen und wirklich so wie am Reisbrett quasi einfach mal eine Struktur aufgemalt um auch uns in der Führung zu entlasten ganz aktiv aber eben auch um Verantwortung zu delegieren und andere aus dem Team mitzuziehen und weiterzuentwickeln.
00:24:43: Immer mal wieder auch Sachen, die erst einmal schief gelaufen.
00:24:46: Also an allen... eigentlich in jedem Prozess den man sich so denken kann, haben wir irgendein kleines Fakt gab aus dem wir dann gelernt haben und gesagt haben okay, wir sind aber jetzt noch klein genug.
00:24:57: Wir schreiben das jetzt einmal auf und bauen dann ein Prozess neu.
00:25:00: also so sind ja eigentlich vom Spesenprozess über Zeiterfassung, Urlaubstools, da haben wir eigentlich alle Ecken und Enden immer einfach erst mal gemacht und ausprobiert.
00:25:12: Und dann gemerkt, okay wenn das nicht funktioniert müssen wir nachziehen und das Neubau anpassen.
00:25:18: So ist eben auch das Team gewachsen.
00:25:20: jetzt ist natürlich deutlich professioneller als nur vor vier Jahren wenn ich zurückgegucke auf Aufbau und Organisationen.
00:25:27: was aber seit Tag eins quasi gleiches ist dass wir uns jeden Montag treffen in dem Meeting.
00:25:33: Das heißt wir sehen uns jeden montag virtuell zumindest und treffen uns einmal im Quartal mindestens physisch für Fortbildungen, Trainings oder auch einfach mal nur einen Offside zum Spaß haben und zusammen sein.
00:25:50: Und so ist es echt ein super guter Mix.
00:25:53: also wir sind immer wieder erstaunt auch am Team wie schnell die Zeit vergeht zwischen den physischen Treffen die wir haben und wie wenig sich danach anfühlt dass wir wirklich soweit de facto so weit voneinander entfernt sind.
00:26:07: Wir müssen euch vorstellen, wir sitzen eigentlich verteilt von Hamburg bis Stuttgart und im Osten bis Leipzig.
00:26:13: Also es geht zerstreut in Deutschland.
00:26:15: Das liegen schon ein paar Hundert Kilometer zwischen uns aber es fühlt sich eigentlich nicht an.
00:26:21: also das liegt daran dass wir uns regelmäßig so sehen ist für uns ganz natürlich das wir uns virtuell sehen und dann aber wenn wir zusammenkommen ist eben auch eine intensive Zeit.
00:26:33: Kannst du das ein bisschen vorstellen, wie eine Fernbeziehung?
00:26:35: Ist dann wirklich quality time wenn wir zusammen sind.
00:26:37: Wir sind danach auch immer alle platt aber das funktioniert für uns eben ganz gut.
00:26:42: dieser Mix und das macht es für mich natürlich auch privat wiederum sehr dankbar dafür dass eben dieses Setup dazu führt dass ich eben auch mein Privatleben eben so breibungslos mit meiner Arbeit etikieren kann obwohl wir am Ende des Tages einen Handwerk machen Und wir wirklich handwerklich arbeiten.
00:27:04: Also und dafür ist es schon echt spannend zu sehen, dass aus meiner Sicht das so gut funktioniert eben auch Remote zu abhören und nicht ein Office zu haben wo man sich jeden Tag sieht.
00:27:16: Ja ich find's beeindruckend weil wenn du sagst die letzten vier fünf Jahre wann du das und wann ihr das gemeinsam aufgebaut habt also durch welche Zeit wir gerade gehen?
00:27:26: Zeit der Permakrisen wie viele gerne sagen haben angefangen mit Covid, sind jetzt bei Spritkrisen durchgehende Wirtschaftskrisen Kriege.
00:27:35: Zum Glück habt ihr Produzentinnen in Deutschland sitzen aber auch ihr müsst logischerweise sehr viel Auto fahren und in der ländlichen Region ist es nicht so leicht da jetzt unbedingt ein Elektroauto zu machen die ja auch nicht günstiger werden vor allem nicht der Strom.
00:27:46: deswegen auch da bist du ja durchgehen konfrontiert eigentlich mit einem Umfeld das politisch wirtschaftlich gesundheitlich so maximal dynamisch und anspruchsvoll ist, wie es wahrscheinlich noch nie in dieser kurzen Zeit war.
00:28:02: Und ein Thema wo wir auch öfter im Podcast darüber sprechen sind auf diese Unsicherheit produziert Kontrolle.
00:28:07: Das sehe ich bei dir irgendwie gar nicht unter anderem durch die Themen, die du gerade schon angesprochen hattest.
00:28:12: Ich habe nicht das Gefühl dass ihr einen alten Muster rückt sondern du eben sehr viel gelernt hast.
00:28:16: Ihr alle viel gelernt habt den Schwester ja auch der Mutter auch, da sie eben nicht reproduzieren wolltet.
00:28:23: Bewiehst du deine Haltung zu Kontrolle und Vertrauen im Alltag durch dieses Setup?
00:28:28: Das würde mich total interessieren.
00:28:29: Wann greifst du ein, weil lässt du laufen, wo brauchst da vielleicht eine Fehlerkultur... Wie lernt ihr auch aus diesem Fehler mal?
00:28:34: Du sagst ja ne, jeder Prozess wurde einmal irgendwie umgeworfen.
00:28:38: Weil ich glaube wenn man innovativ sein will in diesem sensiblen Gesundheitskontext dann muss man so arbeiten wie ihr.
00:28:43: aber was sind da so die Deine Regeln, wonach du dich richtest?
00:28:50: Ja also vertrauen ist mit Sicherheit die Basis, grundsätzlich würde ich sagen das Vertrauen.
00:28:56: Die Basis für Arbeit und bei uns muss es da sein weil Kontrolle ist eben ganz schwierig auch.
00:29:02: Also selbst wenn ich jetzt kontrollieren wollen würde... Ich klame auf, ich bin davon nicht überzeugt klammer zu wäre es bei uns nur schwierig möglich weil durch unser Setup geht es gar nicht.
00:29:12: Das heißt also Vertrauen haben wir uns von Anfang an auch gesagt Es muss die Basisse sein egal wen wir jetzt holen Wir müssen auf Vertrauensbasis machen, das muss auf Vertrauensbasis funktionieren.
00:29:23: Und aus meiner Sicht funktioniert es unheimlich gut.
00:29:26: Das heißt, ja wir wissen jetzt irgendwie so Schlagworte mit denen ich mir gar nicht so unbedingt identifiziere, aber Vertrauenserbeitszeit.
00:29:35: Ich klingte für mich irgendwie ein bisschen altbacken Vertrauungsarbeit.
00:29:37: Das klingt für mich wie Gleichzeit.
00:29:39: Es passt bei uns finde ich vom Einzelten.
00:29:44: Aber so ist es im Grunde.
00:29:45: Unsere Mitarbeiter können im Grundes ihren Tag und ihre Woche freigestalten.
00:29:50: Die Realität oder die Praxis ist natürlich so, dass du trotzdem irgendwie einen festen Block hast.
00:29:55: Aber im Grunde sagen wir auch immer... Also hier ist es egal ob ihr morgens um sieben anfängt und schon mal Atmen macht und dann wenn eure Kunden aufstehen, macht ihr eure Termine, so wie's für die Kunden passt.
00:30:05: Ganz am Anfang haben wir auch Termine irgendwie noch sehr spät abends möglich gemacht oder auch mal am Wochenende.
00:30:09: Das hat sich jetzt durch die Größe ein bisschen eingedammt wieder.
00:30:12: Das normalisiert sich schon stückweit von alleine.
00:30:15: aber im Grund können unsere Mitarbeiter arbeiten, wann sie möchten Und im Außendienst ist man da ein bisschen eingeschränkt durch den externen Faktoren, also die Kunden und die Termine.
00:30:27: Aber unser Innendienst zum Beispiel kriegt regelmäßig auch mal Nachrichten dann wie um halb zwölf oder eins.
00:30:32: Das sind junge Mütter wenn die Kitas dann zu haben und die Kinder zu Hause sind.
00:30:36: Da setzen sie sich halt auch mal abends von zehn bis zwölfe an Schreibtisch und machen noch ihre Arbeit und das hat für uns keine Auswirkungen.
00:30:44: so am Ende.
00:30:47: Kontrolle ist trotzdem immer auch so ein stückweiten hilfreicher Faktor, aber im Sinne von okay sind wir auf Kurs.
00:30:56: Das ist die Kontrolle.
00:30:57: also wir machen jetzt keinen Blindflug oder irgendwie Flugaufsicht sondern wir besetzen uns schon hin.
00:31:03: also ich setze mich jedes Jahr hin Anfang des Jahres oder Ende des Jahres je nachdem wie ich gerade im Flow bin.
00:31:09: und es gibt eine Zielvorgabe fest Teamziel als Unternehmen, weil wir eben auch nicht incentivieren wollen, dass unsere Mitarbeiter gegeneinander arbeiten und sich dann Kunden nicht zuschieben.
00:31:23: Obwohl es Geografisch Sinn machen würde einfach nur damit die Zahlen irgendwie bei einem selber besser sind.
00:31:29: Deswegen haben wir einen Teamziel.
00:31:30: Ich bin ein bisschen inspiriert bei Porsche da ist das auch so.
00:31:34: Die zahlen einen Teambonus und der ist gleich für alle Mitarbeiter Und so haben wir es quasi auch aufgebaut, also wir haben einen Teamziel und das verfolgen wir jeden Monat.
00:31:44: Man könnte jetzt sagen, dass sind OKAs.
00:31:46: im Grunde ist es das.
00:31:47: Wir haben jetzt... Es ist nur eine OKA in dem Fall die wir uns anschauen.
00:31:52: Die hat uns aber in den letzten vier Jahren total simpel und effizient geholfen Auf Kurs zu bleiben.
00:31:59: So und da gucken wir halt einmal im Monat Schaue ich Okay, das wird da... Das werden wir bei unseren Versorgungen dann auf Kurs Wenn das passt.
00:32:05: okay fine.
00:32:06: zweite Komponente die ich mir anschaue sind die Zeiten und da kommt es wieder irgendwie zurück auf Vertrauen, Vertrauensarbeitszeit oder Vertrauungsbasis.
00:32:15: Wir haben jetzt keinen Stempeltool also du kannst bei uns nicht stämpeln oder so sondern ich habe ein relativ simples Tool selber gebaut in Google Sheets wo wir die Zeiterfassung machen und die macht jeder für sich.
00:32:29: also dies auch da relativ simpel gehalten vom Setup Weil am Ende kann ich die Zeit nicht kontrollieren, die Mitarbeiter oder jede Mitarbeiterin sollte möglichst Realitäten in die Zeiten eintragen.
00:32:42: Und das vermittle ich auch immer so – es ist nicht für mich!
00:32:43: Also ich gucke einmal ein Monat darauf und schaue mir die Durchschnitte an und schau, okay, ist das im Rahmen?
00:32:49: Wenn's zu wenig ist und wir erreichen unser Ziel, okay fine, good for you, dann bist du gut organisiert im Zweifel.
00:32:56: Wenn wir unsere Ziele erreichen aber dass nur mit zehn Überstunden geht jeder Woche nochmal ein Problem.
00:33:03: Vertrauen ist eigentlich gar nicht unbedingt für mich wichtig, dass sie es richtig ausführen.
00:33:08: Sondern eigentlich von unseren Mitarbeiter.
00:33:10: Weil Sie damit mir einen wichtigen Indikator geben, okay wie ist die Auslastung?
00:33:13: Und das bringt mir dann nichts wenn Sie immer weniger Stunden reinschreiben als Sie eigentlich machen und es bringt mir nichts wenn sie mehr reinschreifen als eigentlich machen weil dann sehe ich das in der Auslassung mal passt das irgendwie nicht.
00:33:25: und wenn man wachsen will und auch individuell wachsen wird, dann ist das eine schlechte Grundlage.
00:33:29: deswegen muss es möglichst transparent und möglichst realitätsnah eingetragen werden.
00:33:36: Aber nicht eben durch Kontrolle, sondern eher durch das Verständnis dafür, warum ist es wichtig dass ich das richtig eintrage?
00:33:43: Und mit den beiden Faktoren oder OKRs hat man schon eine ganz gute Stellgröße um zu sehen ob wir auf Kurs sind und eben Vertrauen zu unterstützen.
00:33:56: Weil nur Vertrauen wäre dann ein bisschen Blindflug.
00:33:59: Das gibt keinen Sinn.
00:34:01: aber Wir haben so lose Leitplanten aufgebaut oder relativ weite Leitplanten und denen kann man sich ziemlich frei bewegen.
00:34:10: Ja, am Ende ist es dann ja auch Vertrauen durch Klarheit.
00:34:12: also ich finde ja auch okay Ars habe ich ja auch in großen Konzerten mit eingeführt.
00:34:17: Ich find' auch dass man sich nicht so streng daran halten muss sondern am Ende braucht's eben eine Vision Und im besten Fall kommt die von der Geschäftsführung Und auch nur dann kann es eigentlich funktionieren.
00:34:27: Jeder kann ja seine eigene Ziele daran ableiten und wenn ihr eben vorhin einen Menschen einstellt, die so intrinsisch auch motiviert sind, eigene Zile zu verfolgen und wissen in welchem Rahmen sie dir erfüllen dürfen, zu welchen Zeiten dass Sie da die Freiheit haben, kann ich mir sehr gut vorstellen das das einer der Schritte ist die euch da so geholfen haben.
00:34:45: was bei einem Problem haben wir Deutschland?
00:34:47: auf jeden Fall das sage ich auch immer wieder Wir haben viel zu wenig Ziele und viel zu wenige Vorgaben und vielzu wenig Klarheit vor allem mit den Konzernstrukturen.
00:34:54: Und deswegen, was mich da interessieren wird auch durch deine Erfahrung die du ja auch in sehr großen Unternehmen gesammelt hast.
00:34:59: Wenn du als Führungskraft jetzt über die letzten Jahre schaust, was sind so die Sachen?
00:35:03: Die du vielleicht deinen Boomerchefs-Chefinen den Konzernen wo du gearbeitet hast empfehlen würdest weil ich mein der kannst nicht mit Vorschlagern mal kommen.
00:35:12: Wo du sagst hey das wär was!
00:35:14: Das hilft nicht nur jungen dynamischen Unternehmen wie uns sondern das hilft eigentlich jedem Unternehmen anders zu führen und Ja, über sich hinaus zu wachsen.
00:35:26: Es ist gerade mit Blick auf die Ziele meine DFH und DB direkt in den Sinn kommt.
00:35:33: Ich denke jetzt gerade an weil das angesprochen hat ein Konzern zurück und ich weiß noch im Konzert es war auch Telekommunikation also auch sehr tradiertes Unternehmen.
00:35:42: Und da gab's halt unfassbar viele OKRs und Ziele und KPIs und...
00:35:49: Das gibt's auch...
00:35:49: ...ich fand damals schon schwierig als sagen wir aus Beraterbrille wo man ja eigentlich vermuten würde, okay da hat man schon mal einen guten Überblick.
00:35:57: Fand ich es sehr schwierig das zu greifen.
00:36:00: also was tracken wir gerade alles und dann okay so what?
00:36:03: Also was bringt das jetzt?
00:36:05: Wenn wir hier ein Prozent drunter liegen, was die Implikation daraus ist.
00:36:10: Das ist eben auch das, warum ich das bei uns seit vier Jahren nicht geändert habe weil...
00:36:16: Ich
00:36:16: muss das nicht over-engineern.
00:36:18: Es funktioniert, es gibt mir eine sehr gute Richtung vor Ob wir auf Kurs sind oder nicht, obwohl es nur so ein ganz simplen Metrik ist.
00:36:27: Aber am Ende ist das eine Metrik die leicht verständlich ist, die versteht jeder bei uns im Team.
00:36:32: also jeder weiß okay daran können wir uns orientieren und da wissen wir alle ok wir sind auf KURS oder nicht.
00:36:37: Also dies erstmal sehr sehr simpel und ist sehr sehr zielgericht, also dies sehr nah an dem was wir machen.
00:36:42: Das heißt dass es auch sehr einfach dagegen zu steuern, d.h wenn jetzt mal Versorgungsziel was wir haben oder was wir uns setzen entweder drüber.
00:36:53: Okay, cool!
00:36:53: Dann machen wir einiges richtig wenn wir drunter liegen dann wissen wir aber ziemlich klar okay was sind jetzt die Stellschrauben?
00:36:59: Also ich glaube das ist das was ich mitgeben würde.
00:37:01: oder was.
00:37:02: was ich wichtig finde ist dass man erstmal nicht zu viele OKRs oder Ziele hat sondern die Ziele die man setzt müssen leicht verständlich sein.
00:37:11: Die müssen auch gut messbar sein logischerweise.
00:37:13: aber ich glaube was wichtigste ist das Verständnis im Team und sie vielleicht übersetzbar sein müssen also übersetzbaren Sinne von Okay, was heißt das jetzt?
00:37:22: Wenn mein Ziel irgendwie verfehlt wird.
00:37:24: Was sind die Plikationen dafür also?
00:37:26: Was ist denn die Stellschrauben daraus?
00:37:29: Im besten Fall greifen die Ziele auch einander fachbereisübergreifend.
00:37:34: Das ist bei uns jetzt auch noch sehr rudimentär weil im Grunde haben wir nur drei.
00:37:39: Also einmal das operative Geschäft an Marketing und ich sage mal Finance Controlling.
00:37:43: aber die Zile haben wir schon auch angeglichen.
00:37:45: Jetzt habe ich auch gemerkt Anfang oder vor zwei Jahren haben wir angefangen Marketing aufzubauen jetzt als konkretes Beispiel, dann Ziele gegeneinander gearbeitet oder nicht zusammengearbeitet zumindest.
00:37:57: Und das haben wir dieses Jahr stark angeglichen und dann merkt man auf einmal auch so ist da bauen sich ja Synergien auf wenn die Ziele auf Fachübergreifend abgestimmt sind.
00:38:08: also das ist denke ich auch noch ein ganz wichtiger Punkt.
00:38:11: Also diese einheitliche Ausrichtung der Ziele, die Messbarkeit und Übersetzbarkeit werden so die Punkte würde ich sagen
00:38:18: Wenn du jetzt mal deine Branche guckst und auch dein Team dir anguckst, dann ist mir meine These... Die sind es ja alle nicht gewohnt so zu arbeiten wie er jetzt arbeitet.
00:38:30: Also das ist ja ein Ansatz wie ein Start-up in der ganzen modernen Industrie.
00:38:37: Digitalprodukt passt eigentlich erstmal auf den ersten Blick nicht in die Art und Weise rein, wie wahrscheinlich klassisch sein Teezäuse geführt wurden.
00:38:47: Das ist ja eine Chance und Risiko zugleich.
00:38:49: Wie gehen deine Leute damit um?
00:38:54: Ich frage mich manchmal, ob die denken das ich verrückt bin... Was ich auf jeden Fall gemerkt habe, dass Vertrauen was ich den Schenkens krieg auch zurück, das ist glaube ich halt keine Einbahnstraße.
00:39:11: es ist im Leben einfach so.
00:39:12: und am Ende Alle Menschen und wir haben alle irgendwie ähnliche Bedürfnisse oder gleiche Bedürfenisse, zumindest gleich Grundbedürfnisse.
00:39:21: Und das ist ganz unabhängig.
00:39:22: erstmal von Arbeit würde ich sagen.
00:39:25: also dass was wir machen Ich habe natürlich eine Vision wo wir hin wollen und Belegte sehr viel für bei allen Veränderungen jetzt immer auch sehr viel Wert auf Change Management.
00:39:35: Also ich beziehe das Team früh mit ein Ruhmherfrühstimmen aus dem team und vertestesachen und hör mir Meinungen an.
00:39:44: Im Ende setzen wir nur Sachen, um wo ein spürbarer Mehrwert ist.
00:39:47: Also auch jetzt Thema KI-Wert.
00:39:49: Ich probiere da viel aus aber implementieren jetzt nichts von klarer Mehrwerden, das einfach nur vor the fun auf wird und dann zu merken, ah ja ne es ist doch irgendwie Quatsch und jetzt schrauben wir das wieder zurück.
00:39:59: Es gibt schon Sachen die wir schnell auch verändern, wo wir schnell lernen, so softwareseitig, die wir dann anpassen, wo das eine Herausforderung für das Team ist.
00:40:08: Aber am Ende hilft mir, du hast das im Intro kurz gesagt Michael, also das stärkenbasierte Ansatz.
00:40:14: Das haben wir durch dich mit gelernt, das kann ich hier auch wohl sagen dass wir im Team so arbeiten aber nicht weil wir uns kennen und aus gut will sondern einfach weil ich davon im Kern noch überzeugt bin dass ein Team stark macht und das merkt man jetzt einfach machen das jetzt seit fast zwei Jahren oder anderthalb Jahre sind es jetzt.
00:40:38: Das sind wir alle Menschen und haben alle einen starken Profil, was uns in jedem Bereich hilft.
00:40:46: Und das merken wir gerade auf dem Team ganz stark, dass jeder kann arbeiten und jeder behauptet mal Lust zu arbeiten auch wenn es statistisch vielleicht nicht so ist Das habe ich halt jeder anders und jeder andere Sterben, die er anders einsetzen kann.
00:41:02: Ich glaube das ist das wo Führung eben wichtig wird zu erkennen okay wer hat jetzt welches Profil?
00:41:08: Und wen kann ich für was einsetzen, wo ich vielleicht vorher nach gar nicht drüber nachgedacht hab.
00:41:13: also es stimmert ja ganz viel Wissen in jedem meiner Teammitglieder für andere Dinge, die ich vielleicht ganz anders sehen würde.
00:41:21: Und dass das zum einen irgendwie vertrauen ins Team aber immer auch Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, also dieses erstmal individuell wachsen und sich mit sich auseinandersetzen.
00:41:36: Und dann eben darüber neue Dinge bauen am Ende des Tales.
00:41:41: Also ja es ist für die Branche vielleicht oder im Handwerk nicht üblich einen digitalen Ansatz zu haben.
00:41:49: das sehe ich auch um uns herum.
00:41:50: da aber noch ganz andere Herausforderungen die ich auch in anderen Handwerksbetrieben sehe Führung, Kultur ganz unabhängig von Digitalisierung und Prozessen.
00:42:02: Da sind wir, würde ich sagen, ganz objektiv mit einem anderen Ansatz zumindest.
00:42:06: Weiß nicht, ob wir unbedingt weiter sind aber auf jeden Fall ein ganz anderer Ansatz.
00:42:10: Und auch hier würde ich so sagen der Erfolg gibt uns da recht weil das Klima im Team ist Durchweg eigentlich sehr gut und wir haben irgendwie eine sehr gute Vertrauensbasen, sehr viel Sicherheit eben auch zulässt über Veränderungen offen zu sprechen, über Unsicherheiten und vielleicht auch Sorgen und Ängste.
00:42:33: Und ich glaube das ist am Ende das was wichtig ist, was möglich macht digital sich auszurichten um anders Sachen anzugehen.
00:42:41: Das ist am ende Verständnis.
00:42:43: also wenn ich meinen Mitarbeitern verständlich machen kann dass obwohl wir jetzt gerade vor einem Jahr eine Software eingeführt haben und das ja wie das Change Management sich eine Herausforderung die jetzt sagt man überspitzt nach einem Jahr wieder über Bord zu schmeißen, klingt eigentlich erstmal verrückt.
00:43:00: Aber wenn man verständlich machen kann und jedem bewusst machen kann, ey das ist aber ein richtiger Schritt.
00:43:05: dann ist es was anderes, da kann jeder mitziehen, ich kann nicht erwarten dass jemand etwas nicht versteht und mir blind vertraut, genauso wie ich nicht blind vertrauen kann, die muss natürlich auch irgendwie mehr wert sein, jeder Einzelne und das geht von Prozessen bis hin zu einfachsten Anpassungen in Meetings oder in Kommunikation
00:43:25: Ja, total.
00:43:26: Und ich meine du sprichst schon von Digitalisierung was in eurer Branche also jeder von euch Zuhörenden der mal in den Sanitätshaus war weiß glaube ich wie der Status quo ist.
00:43:35: Also ich will nicht wissen mit welchen System da gearbeitet wird ohne dass jetzt despektierlich zu meinen aber es einfach eine nicht digitalisierte Branche.
00:43:42: dementsprechend ist das ja schon Mal ein Novum.
00:43:44: und Jetzt Komm Natürlich nochmal Mit Künstliche Intelligenz noch mal ein ganz, ganz neuer Punkt dazu.
00:43:50: Und ich meine wir haben zusammen damals einen Codecamp gemacht.
00:43:53: Wir haben zum Glück nach dem Studium irgendwie programmieren und Data Science gelernt was uns glaube ich ein bisschen trägt.
00:43:58: durch die aktuelle Zeit und diese Themen jetzt die nächste Transformationswelle.
00:44:04: aber was ist da so deine Perspektive KI jetzt mit an Bord zu holen?
00:44:07: Also das auch eben in einem Team einzuführen was vorher gar nicht so wirklich digital war.
00:44:12: Ich habe ja das große Privileg dass ich euch dann Marketing unterstützen darf Unfassbar viel Spaß, weil du eben den Leuten den Freiraum lässt sich da auszuprobieren, ihren Stärken zu arbeiten.
00:44:21: Aber ja was wie ist so da deine Perspektive und was würdest du da vielleicht auch Leuten empfehlen?
00:44:25: Jetzt die vielleicht in der Branche sind, die damit noch gar nicht so konfrontiert war aber wie du jetzt dich das Thema aktiv auch annimmt und das mit begleitet.
00:44:35: Vielleicht mal kurz zur Einordnung für die Branche, also erstes es gibt noch... Also das Faxgerät ist eigentlich noch Usus, es gibt noch ein ganz viel Bereichen des Fax-Gräts um mal kurz den Digitalisierungsstand aufzuzeigen.
00:44:49: Es gibt natürlich auch größere Unternehmen die deutlich weiter sind und ja auch wirklich tolle Landschaften aufgebaut haben.
00:44:55: aber es gibt eben mehr als fünftausend Sanitätshäuser in Deutschland und ganz viele davon sind klassische Handwerks-, Einmannbetriebe mit einer Fial oder so.
00:45:05: da ist das glaube ich im Großteil noch kein Thema.
00:45:11: Aber ja, also Thema KI ist mit Sicherheit auch für uns total relevant.
00:45:16: Wir schauen uns das auch in verschiedenen Schritten an.
00:45:19: Auch hier finde ich muss man im Kern sich die DNA bewusst machen von dem was man eigentlich macht.
00:45:24: Also wir sind ein Handwerksbetrieb und jetzt das Handwerk aus der Arbeit rauszunehmen wäre glaube ich der falsche Ansatz weil das ist ja auch irgendwie das was unser Team möchte ne?
00:45:34: Also jeder der bei uns arbeitet sagt mal zumindest im Außendienst die aktiv bei den Kunden sind lieben das Handwerk und auch der Kontakt bei uns.
00:45:43: Das messen ja eine physische Sensation auch einfach, ich finde es macht schon einen Unterschied ob du wir arbeiten mit einem Maßband oder von Hand vermessen wirst und da irgendwie ein physischer Kontakt entsteht oder ob jemand mit dem Tablet um dich rumläuft und dich scannend ist auch ein emotionaler Faktor einfach.
00:46:00: Und das schaue ich mir schon auch mit an was sinnvoll ist und was eben möglich ist.
00:46:05: und wenn man jetzt heute guckt wie schnell die Entwicklung vorangeht, dass was heute möglich ist war vor zwei Jahren noch nicht möglich und das macht aber eben auch viel möglich.
00:46:17: Weil man muss sich nicht auf die großen Trends stürzen sondern ich schaue eher so wie kann man sinnvoll um den Kern unserer Arbeit herum digitalisieren und automatisieren oder KI einsetzen?
00:46:30: Und da gibt es eben viele Hebel Die, die man bewegen kann und wirklich Arbeit einfacher zu machen.
00:46:38: Und KG so einzusetzen auch in das jetzt ganz konkret ohne dass ich den im Jahr wieder irgendwie komplett neu aufsetzen muss sondern anstellen.
00:46:45: Einsätze wo die mir jetzt wirklich mehr wert schafft und es dauert halt im Zweifel ein bisschen dafür muss man seine Prozesse sehr gut kennen glaube ich da für uns eine Kundenbedürfnisse gut kennen.
00:46:55: Dafür muss man seinen Team gut kennen.
00:46:56: also ich glaub damit würde ich erstmal anfangen bevor ich überhaupt Irgendwas in Richtung, ich muss jetzt KI implementieren denke.
00:47:04: Sondern wenn man an dem Punkt ist dann würde ich erst mal noch einen Schritt zurück machen und erstmal gucken wir sehen eigentlich meine Prozesse aus.
00:47:10: was sind die Bedürfnisse?
00:47:12: Was sind die Pain Points bei meinem Team?
00:47:14: also... Was ist für die Stress sich im Alltag?
00:47:17: Das ist einfach ganz wichtig zu wissen weil ich habe eine ganz andere Vision was geht und was man umsetzen kann oder das vielleicht auch cool wäre weil jetzt kann man sich irgendwie Videos erstellen mit KI Seinen Mailpostfach automatisieren und seinen Kalender irgendwie zusammenfassen lassen.
00:47:35: Das sind für mich Gimmicks, also wenn du deinen Kalender nicht im Griff hast, dann habe ich ganz andere Probleme.
00:47:42: Wenn du dein Email-Postfach von der KI brauchst, die es für dich zusammenfasst und dir ein Reminder schickt... Dann hast du vielleicht einen oberflächlichen Problem gelöst.
00:47:53: aber am Kern bist du noch nicht am richtigen Punkt weil ich glaube im Kern musst du erstmal gucken Was sind wirklich Painpoints für das Team, jetzt für ein Unternehmen gesprochen und was sind Prozesse?
00:48:05: Und was ist Prozess?
00:48:06: seitlich auch vielleicht einfach schlecht aufgebaut oder komisch gewachsen.
00:48:11: Das ist bei uns aus, also bei uns sind Prozese vier Jahre lang gewachsen und schnell gewachsen wie bei einer Pflanze.
00:48:17: die muss man halt irgendwann mal wieder zurechtstutzen oder irgendwie neu einstehlen damit es weiter wachsen kann.
00:48:24: Das ist glaube ich eine wichtige Grundsatzfrage für wie setzt sich KI ein, bevor ich KI überhaupt einsetze?
00:48:31: Ja mega.
00:48:32: Torben du bist wie immer mein Lieblingsbeispiel für alles was ich predige, obwohl ich es dir gar nicht immer erzähle.
00:48:37: danke dass Du das machst!
00:48:39: Ich werde aber jetzt in Folge weiter leiten im verschiedenen Timestamps falls mich Leute Themen zu all diesen Dingen fragen die Du uns heute mitgegeben hast.
00:48:47: Danke, dass es dich gibt.
00:48:48: Danke, ähm... Dass du das so offen mit uns teilst und ich finde das ganz beeindruckend weil auch in eurer Branche kommen ja rechts- und links irgendwie jetzt natürlich auch Konkurrentinnen die sehen oh, das funktioniert!
00:48:58: Das ist cool was ihr macht Und ich denke mir immer so Ja und trotzdem sitzt du hier und erzählt genau was ihr Macht.
00:49:03: Weil du wirst es immer besser machen Du wirst immer weiter eterieren Du hast ein tiefes Interesse an deiner Arbeit An deinem Team, an den Menschen für die du arbeitest Mit denen du arbetest und das Ist für mich eine große Freude und Ehre mit dir befreundet zu sein, das begleiten zu dürfen.
00:49:18: Und ja dass du da so ein Vorbild bist.
00:49:20: also danke dafür.
00:49:22: und vielleicht jetzt kurz zum Rap-Up weil zumindest Summa meets Boomer wollen wir immer unter einer Stunde halten auch wenn ich das hier fünf Stunden machen könnte?
00:49:30: Was sind so vielleicht die drei wichtigsten Learnings über Führung überall das was du bei Arbeit gelernt hast die du vielleicht schon mit... ...Achzehn für unsere jüngeren Hörerinnen und Hörern gerne schon gewusst hättest die dir das Leben ein bisschen einfacher gemacht hätten, auch wenn deine Reise wahrscheinlich genau das war was ich hierhin gebracht hat.
00:49:48: Aber wenn du gerade sozusagen mal im Studium starten würdest, was wären die drei wichtigsten Learnings, die du gerne früher gewusst hättest?
00:49:57: Muss ich einmal kurz über nachdenken, damit ich nicht irgendwas rauspursere?
00:50:00: Das ist absolut fair!
00:50:01: Ich kann schneiden!
00:50:04: Ich glaube, ein ganz... Ein ganz wichtiges Learning klingt so ein bisschen plakativ aber trust the process und also so ein bißchen drauf vertrauen auf das was dein Bauch gefühlt ihr sagt mutig zu sein, Sachen auszuprobieren ist ganz wichtig.
00:50:21: Bei uns ist das wie im Einstellungsprozess Kriterium das Bauchgefühl und es ist glaube ich im Leben einfach ganz ganz wichtig.
00:50:28: so dieses Wandel sein und bei sich selber zu bleiben ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt.
00:50:33: also kann man sich am ehesten treubleiben und am Ende irgendwie glücklich werden mit Arbeit dann aus Führungssicht ist.
00:50:42: glaube Vertrauen ist auf jeden Fall Key und vertrauen es eben auch keine Einbahnstraße.
00:50:48: Das geht in beide Richtungen, das gilt für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer.
00:50:55: nur so kann das funktionieren irgendwie ein gesundes Unternehmen aufzubauen, ein gesundenes Team aufzubauern weil das ist Grundvoraussetzung.
00:51:06: Das ist unsere Zeit von heute einfach nicht mehr wegzudenken.
00:51:09: also ich Ich bin natürlich jetzt als Generation Y auch, natürlich muss ich das auch sagen.
00:51:14: Das ist Thema Sinn und irgendwie Arbeit neu denken.
00:51:19: Das hat unsere Generation gleich stark geprägt.
00:51:22: Aber das ist aber wirklich einfach so.
00:51:24: Und das merke ich natürlich auch, dass uns das er verantreibt.
00:51:28: So was ist in uns... Und das Dritte ist ja irgendwie auch Verletzlichkeit zeigen und Verletzlichkeit im Sinne von Versteht das jetzt gerade nicht?
00:51:42: Das können KPI sein, die irgendwie zu komplex sind.
00:51:45: Weil als Führungskraft zeigst du vielleicht jede Woche die gleichen KPI's und Tracks sie Und wenn der aus dem Team aber keiner mal sagt, ich verstehe es irgendwie nicht Dann bringt das nichts.
00:51:56: Also dieses Thema Verständlichkeit ist einfach super wichtig im Team Dafür dass alle in die gleiche Richtung arbeiten können.
00:52:02: Und was ich sage und das kriege ich auch vom Team gespiegelt Ist nicht immer das was beim Team ankommt.
00:52:08: Wenn ich jetzt meinen stärken Profil gucke, dann habe ich so ein paar Stärken die mir zum Verhängnis werden.
00:52:12: Weil ich auch irgendwie paar Schritte weiterdenke und zu schnell denke und mit neuen Informationen auch mal wieder was, was ich gestern gesagt hab wie du bei Bord werfe aber nicht weil das auf einmal, weil ich sprunghaft bin sondern weil ich neue Informationen hab.
00:52:26: So sehe ich das aber.
00:52:27: Und mein Team kann das aber vielleicht sieht das ganz anders oder fragt's ja einen Helfer um?
00:52:32: ist das ja nicht so.
00:52:32: Also Verletzlichkeit zeigen im Sinne von vielleicht auch mal Mut haben, sozusagen wenn man was nicht versteht oder wenn es nicht klar ist, das glaube ich ganz wichtig und das muss man vorleben als Führungskraft damit das Team das irgendwie mitlebt dann adaptiert man das schon ein bisschen.
00:52:51: aber ich glaube, dass sind drei Punkte die mir jetzt in Sinn kommen würden, mit denen man schon ganz viel bewegen kann Die ich, wenn nicht zurückgucke auf die letzten Jahre bei uns, habe eine große Auswirkung hatten.
00:53:04: Mega!
00:53:05: Torben?
00:53:06: Ich küsse deinen Herz.
00:53:07: Danke dir für diese wundervolle Folge.
00:53:09: Danke für deine ehrlichen Antworten und für die Klarheit.
00:53:12: Und freue mich da sich privat, die weiter mit dir führen darf und hoffentlich auch noch mal in einem Podcast vielleicht auch in schriftlicher Form.
00:53:18: Wer weiß was da auf uns zukommt... ...und dann wünsche
00:53:22: ich einen schönen Abend.
00:53:25: Ja, ich hoffe so.
00:53:26: Danke dafür!
00:53:27: Vielen Dank!
00:53:27: Als Höhenden wünsche ich eine wunderschöne Woche, wo auch mehr gerade seid.
00:53:31: Hoffentlich ist es sonnig und schön.
00:53:34: Danke fürs Zuhören.
00:53:34: wenn ihr uns unterstützen wollt gerne mit fünf Sternen
00:53:37: oder sechs
00:53:39: und zehn Stern-Gästen wie Torben.
00:53:41: Wenn ihr Leute habt mit dem wir uns unterhalten sollten schickt sie uns rüber.
00:53:45: Jetzt gehabt euch wohl!
00:53:47: Vielen dank!
00:53:48: Bis bald!
00:53:49: Macht's gut!
00:53:50: Tschüss.
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